Und stets diente der zwischen Païa und Vaïtapé gespannte Regenbogen ihm als Weg.
Viele Monde hatten geleuchtet und waren wieder erloschen, seitdem die verödeten Sieben Himmel ohne Kunde von Oros Aufenthalt waren. Darum nahmen nun zwei andere Söhne des Taaroa, Orotéfa und Oürétéfa, menschliche Gestalt an und machten sich auf, ihren Bruder zu suchen. Lange irrten sie auf den Inseln umher, ohne ihn zu finden. Endlich jedoch entdeckten sie auf Bora-Bora den jungen Gott, der mit Vaïraümati im Schatten eines heiligen Mangobaumes ruhte.
Sie waren voll Staunen über die Schönheit des jungen Weibes und wollten ihm als Zeichen ihrer Bewunderung einige Geschenke darbieten. Also verwandelte Orotéfa sich in eine Sau und Oürétéfa in rote Federn, nahmen dann gleich wieder menschliche Gestalt an, ohne daß Sau und Federn verschwanden, und näherten sich mit ihren Gaben den Liebenden.
Erfreut empfingen Oro und Vaïraümati die beiden hohen Reisenden.
In derselben Nacht warf die Sau sieben Junge, von denen das erste einer späteren Verwendung vorbehalten blieb; das zweite wurde den Göttern geopfert, das dritte der Gastfreundschaft geweiht und den Fremden angeboten, das vierte nannten sie: Opferschwein zu Ehren der Liebe, das fünfte und sechste sollte bis zur ersten Tracht verschont bleiben, um die Art zu mehren, und das siebente endlich wurde im ganzen auf heißen Steinen gebraten – also nach maorischem Brauch göttlich geweiht – und verzehrt.
Die Brüder des Oro kehrten wieder in die Himmel zurück.
Einige Wochen darauf sagte Vaïraümati zu Oro, daß sie sich Mutter fühle.
Da nahm Oro das erste der sieben Schweine, das verschont geblieben war, und begab sich nach Raïatéa, zu dem großen Maraë, dem Tempel des Gottes Vapoa.
Dort traf er einen Mann namens Mahi, dem er das Schwein übergab, und sprach:
Maiï maitaï oétéinéi boüaa (Nimm dieses Schwein und hüte es wohl).