Das Volk folgt hinterher. Aber jetzt rufen sie, ihrer Freude überlassen, fortwährend:

– Maëva Arii!

Das Götzenbild wird feierlich auf seinen Altar zurückgestellt.

Und damit schließt die religiöse Feier. Nun soll das Volksfest seinen Anfang nehmen.

Wie den Göttern im Tempel und der Natur im Meer, wird der König sich dem Volke weihen[7]. – Auf Matten gebettet muß der König jetzt die höchste Huldigung des Volkes entgegennehmen.

Die frenetische Huldigung eines wilden Volkes.

Eine ganze Menge in Bezeigung ihrer Liebe für einen Menschen, und dieser Mensch ist der König. Großartig bis zum Schrecken, bis zum Entsetzen ist dieses Schauspiel zwischen der Menge und dem einen Menschen. Morgen wird er Herr sein, er wird nach Belieben mit Geschicken schalten, über die er zu bestimmen hat, und die ganze Zukunft ist sein! Der Menge gehört nur diese eine Stunde.

Völlig nackt, in lasziven Tänzen umkreisen Männer und Frauen den König und bemühen sich, gewisse Teile seines Körpers mit gewissen Teilen des ihren zu streifen, eine Berührung ist dabei nicht immer zu vermeiden. Und die Raserei des Volkes steigert sich bis zur Tollheit. Die ganze friedliche Insel hallt von furchtbarem Geschrei wieder, und der hereinbrechende Abend zeigt das phantastische Bild einer verzückten wahnsinnigen Menge.

Aber plötzlich schmettert der Klang der heiligen Trompeten und Trommeln.

Die Huldigung ist zu Ende, zu Ende das Fest, das Signal zum Rückzug ertönt. Selbst die Rasendsten gehorchen, alles beruhigt sich, und jäh tritt absolute Stille ein.