»Tý plundrawa![28] Scher' dich zum Teufel!«
Sie wandte sich erschreckt ab.
Da rief er sie noch einmal an.
»Ich will keine Vertraulichkeiten mit dir, verstehst du? Das ist selbstverständlich! Das gibt es nicht! Ich habe mit dir nichts zu schaffen. Gar nichts! Natürlich nicht! Und was du mir gesagt hast, ist alles Unsinn! Altweiberquatsch! Wičaz, ich sage dir, halte dich fern von Juro und mir! Sage nicht so – sage nicht anders. Sage gar nichts! Dann kannst du auf dem Hof wohnen bleiben, und es bleibt alles, wie es war. Sonst – du weißt, ich bin der einzige, der dich halten kann.«
Er wandte sich ab und schlug rasch einen Seitenpfad ein. »Herrendienst ist rund«, sagte bestürzt die »Sprichwörter-Wičaz«. Aber nach einer Weile, als sie nachgedacht hatte, sprach sie schlau blinzelnd bei sich selbst: »Stóž je z kóčdu wločil, najljepe wje kak čelńe.«[29]
Über die ehrwürdige Karlsbrücke im »goldenen Prag« gingen zwei junge Männer. Es war bereits Nacht. Die »argandischen Lampen« der damaligen Straßenbeleuchtung erhellten den Weg nur schwach und unvollkommen; hin und wieder nur blitzte die Laterne eines Kahns vom dunklen Moldauwasser herauf; der Hradschin aber, die heilige Akropolis von Prag, lag in Sternenlicht und hob sich zauberisch schön von dem dunkelblauen Nachthimmel ab.
»Wie fühlst du dich in der Tschamarka?« fragte der eine der jungen Männer.
»Ich bin glücklich!« sagte darauf der andere.