Samo zuckte die Achseln.

»Tu, was du willst.«

Bohuslaw klopfte mit dem eisernen Schläger an die Tür, und bald erschien an dem Erkerfenster der Kopf eines alten Mannes.

»Wer klopft? Bist du es, Bohuslaw? Und wer ist der andere?«

»Das ist Samo. Unser Samo!«

»Unser – unser …«

Dem Alten stockte die Stimme. Er warf den Fensterflügel zu und erschien bald in der Tür mit einem Licht. Eine in einen weiten Schlafrock gehüllte schmächtige Gestalt eilte auf Samo zu und beugte sich tief vor ihm.

»Fjersta! Fjersta!«[33] rief der Alte zitternd, und ehe es sich Samo versah, küßte er ihm ehrfurchtsvoll die Hände. »In Gottes Namen, willkommen! Gesegnet der Tag, da meinem Hause diese goldene Ehre widerfährt!«

Samo war bestürzt, daß er kaum etwas zu antworten wußte. Wie im Traum trat er durch die schmale Tür, stieg er eine schmale Stiege hinauf. Der Alte, der ihm leuchtete, stammelte unausgesetzt Worte freudigen, ehrfurchtsvollen Willkommens.

Sie traten in das sehr geräumige Erkerzimmer. Es war erhellt durch eine große Hängelampe von auffällig schöner Schmiedearbeit. Der große Tisch unter der Lampe war mit Büchern und Manuskripten bedeckt. Sonst machte das Zimmer den Eindruck des Lagerraums eines Altwarenhändlers oder des ungeordneten Saales eines Museums. Alte Möbel, Waffen, Bilder standen und lagen umher, von der Decke hingen seidene Tücher mit bunten Malereien, an den Wänden waren kostbare Stickereien, in Glaskästen allerhand kleine historische Pretiosen, geschichtliche Reliquien und Sonderbarkeiten.