»Gott segne Sie, Elisabeth!« sagte Hanzo und küßte das Mädchen ehrfürchtig, aber auch zärtlich auf die Stirn. Ein schönes, stilles Weilchen blieben die beiden so, dann sagte Elisabeth:

»Und darf ich ihm auch sagen, daß Sie keinen Groll auf ihn haben?«

Hanzo antwortete ausweichend:

»Sagen Sie ihm, ich wünsche ihm Gottes Segen zu allem, was er tut, ausgenommen das, was er gegen die Wenden tun will.«

»Er will nach seiner Überzeugung gar nichts gegen die Wenden, alles für die Wenden tun.«

»Diese Überzeugung verwerfe ich. Gott wird sie zunichte machen.«

Dabei blieb es. Hanka kam. Sie brachte eine Flasche Wein und drei Gläser. Auf Geheiß des Hausherrn setzte sie sich, aber sie setzte sich ganz abseits. Der alte Hanzo füllte die Gläser und trank Elisabeth zu:

»Herzlich willkommen!« sagte er warm.

Auch Hanka stieß mit Elisabeth an. Das Glas zitterte leise in ihrer sonst so kräftigen Hand, und ihr »Willkommen« war kaum vernehmbar. Auch Elisabeth war wieder verwirrt. Sie suchte nach irgendwelchen Worten.

»Nicht wahr – Sie – Sie haben sich dieser Tage verlobt? Darf ich Ihnen Glück wünschen? Es kommt von Herzen!«