»Er hat dich schwer beleidigt, Samo, wir wissen es; er hat sich auch frech an unserer alten Krone vergriffen; er hat die meiste Schuld gehabt!«

»Sie haben einen Steckbrief hinter mir erlassen?«

»Ja, der alte Withold hat's nicht gewollt – um Juros willen – wegen des Namens –, aber der Staatsanwalt ist gekommen, und es hat sich nichts ändern lassen. – Juro hat damals seine Verlobung aufgelöst –«

»So?«

Samo schwieg eine Weile.

»Weil sein Name geschändet war – weil ich den Bruder seiner Braut – nun ja, ich kann mir's denken!«

»Das Mädchen, die Elisabeth, ist aber dem Juro nachgegangen nach Breslau. Sie hat ihn nicht losgelassen. Jetzt sind sie schon verheiratet.«

»Na also! Ist Hochzeit zu Haus gewesen, und man hat nichts davon gewußt!« lachte Samo gezwungen. »Wo wohnt denn das junge Paar? Beim Vater zu Haus auf der Scholtisei?«

»Nein, unser Vater und Juro sind noch in Feindschaft. Der Vater verzeiht es Juro nicht, daß er sich an der Krone vergriffen hat, wie er dir alles verzeiht, weil du doch die Krone verteidigt hast.«