»Wir sind alle arme Leute! Wir müssen auf uns halten. Hier darf keinem was passieren. Da könnte sich keiner mehr hertrauen.«
Nun hatte er die meisten für sich. Dem Dieb wurde der Beutel, den er in der Tat hatte, entrissen, und der Slowak kam zu seinem Gelde.
Er fiel vor Samo auf die Knie und küßte ihm die Hand.
»O danke, Pán, o danke, Pán!« – – –
Von der Tür aus sah ein hochgewachsener junger Mann der Szene zu. Als Samo aufschaute, erkannte er seinen früheren Freund Bohuslaw, den Neffen des alten Krok.
Er machte sich rasch von dem Slowaken, der immer noch seine Hand hielt, los, bezahlte seine Zeche und trat mit Bohuslaw auf die Straße.
»Das war wieder einmal echt königlich«, sagte Bohuslaw draußen.
»Was willst du hier?« fragte Samo unwirsch.
»Ich habe dich überall gesucht! Seit langer, langer Zeit haben wir nichts mehr von dir gehört; wir glaubten schon, du seist gar nicht mehr in Prag.«
»Ich habe bei euch nichts zu suchen! Ihr seid ja anständige Leute!«