Er lachte höhnisch. Sie gingen ein Stückchen die Straße entlang. Da setzte sich Samo auf eine niedere Gartenmauer.
»Weiter gehe ich nicht mit dir!« sagte er.
Bohuslaw setzte sich neben ihn.
»Sollten wir nicht lieber in ein besseres Lokal –«
»Ich gehöre in kein besseres Lokal. Dort in die Spelunke gehöre ich! Da brauche ich mich wenigstens vor den andern nicht zu schämen.«
»Du brauchst dich überhaupt nicht zu schämen, Samo!« sagte Bohuslaw traurig.
»Nicht?! Verzeih, daß ich lache. Aber du bist zu gütig! Ich brauche mich nicht zu schämen? Das ist gut! Nein, nein, Pán Bohuslaw, das steht doch anders! Aber es wird noch mancherlei dazukommen! Vorhin hat mir eine Zigeunerin geweissagt. Unsinn. Oder vielleicht nicht Unsinn – ich weiß es nicht! Das eine, was sie sagte, stimmte: Ein Fremder ist schuld an meinem Unglück, und an dem soll ich mich rächen! Und dieser Fremde ist dein elender, verfluchter Onkel Krok.«
»Samo!«
»Ist dies nicht die Wahrheit?! Ich war ein ehrlicher Kerl; ich wollte meine slawische Überzeugung mit ehrlichen Waffen durchkämpfen; da ist dieser verrückte Altertumskrämer in mein Leben getreten und hat mich auch verrückt gemacht! Mit seinem Kerzengeflimmer und Altarklimbim hat er mich so sentimental, so duselig, so toll gemacht, daß ich schließlich auf seine hirnverbrannten Ideen eingegangen bin.«