»War es keiner vom wilden Heer, so war es wohl ein Dieb.«
Darauf nahm er sie in seine Arme, küßte sie und sagte: »Am Tage des nächsten Vollmondes soll unsere Hochzeit sein.« –
Nach drei Tagen war aber im Kretscham des Dorfes Spiel und Tanz. Da war auch der Fremde dabei, und er tanzte mit seiner Braut bald zierlich, bald keck und feurig, bis die Sterne hoch standen.
Dann aber fielen die Burschen des Dorfes, die von einem eifersüchtigen jungen Manne aufgehetzt waren, über den Fremden her, um ihn zu töten.
Er aber warf sie – hundert an der Zahl – mit Riesenkräften der Reihe nach auf die Straße, und den einen, der das Messer nach ihm zückte, schlug er mit einem Fausthieb nieder.
Da riefen die draußen auf der Straße: »Weh', er hat ihren Buhlen erschlagen!«
Der Fremde sagte zu den Spielleuten, der Tanz sei aus, und ging in den Wald.
Am anderen Tage, als wieder die Mittagssonne klar übers Feld schien, kam er zurück in die Hütte seiner Braut, nahm das Mädchen bei der Hand und führte sie nach dem Garten, wo der Wanderstecken in der Erde steckte.
Und er fragte sie mit strenger Stimme: