»Ei warum denn nicht, du fremder Sänger?«

»Ich bin kein Sänger – ich habe euch betrügen wollen – ich bin nur ein Hutmacher und ein Räuber!«

Erschreckt standen die Jungfrauen zur Seite. Da kam der Burgherr und fragte strenge:

»Wer hat dich gesandt?«

»Der Prinz von Czernagora!« gestand der wimmernde Mann.

»Führt ihn in das Verließ!« befahl der Burgherr. Das geschah, und es nutzte gar nichts, daß sich die Mädchen bemühten, für den armen Tropf Fürsprache einzulegen.


Der Schneider übte sich gerade in der Hausiererkunst, indem er einem alten Tannenbaum durchaus ein Paar Hosenträger aufschwatzen wollte, als Wolfsklaue an ihn herantrat und sprach:

»Nun ist's Zeit, lieber Freund, daß du dir andere Kundschaft aussuchst. Ziehe hin nach dem Schloß, mache dich angenehm durch dein Benehmen und deine Waren, und erzähle vom Reichtum des Prinzen von Czernagora.«

»Sie werden mer derkennen,« sagte der Schneider in seinem jüdischen Dialekt.