Glückselig saßen endlich die drei in der Herberge und teilten friedlich miteinander den Gewinn des Tages. Es war so viel, daß jeder von ihnen ein Handwerksgeschäft gründen konnte, das alle Sorge zeitlebens von ihnen nahm.

Wie sie noch so dasaßen, kam zur Tür der alte Mann herein, der ihnen einst vom Galgen geholfen und sie auf den neuen Weg geleitet hatte. Er trug noch das winzige Hütlein, die schlechten engen Stiefel und den buckligen Rock; aber er war freundlich und sagte:

»Ich freue mich über euch. Nun folgt mir und kommt mit.«

Da gingen sie verwundert hinter ihm her. Er führte sie zur Stadt hinaus gegen die Berge hin und ging plötzlich so schnell, daß sie ihm nicht zu folgen vermochten. Aber sie sahen, daß er sich auf einen Straßenstein setzte.

Als sie aber nun näher kamen, saß nicht der alte Mann auf dem Straßenstein, sondern der Burgherr. Der lächelte ihnen zu, schwang sich auf ein Roß, das am Wegrande weidete, und sprengte eine Strecke weit davon. Dann machte er halt, drehte sich um und winkte ihnen mit der Hand.

Wie nun die drei herbeieilten, saß nicht mehr der Burgherr auf dem Roß; sondern der Ritter, an dem sie zuerst ihre Räuberkunst probiert hatten. Auch der Ritter sprengte schnell davon und verschwand hinter der nahen Wegbiegung.

Dort aber fanden ihn die drei nicht wieder, sondern der Müller trat ihnen entgegen, reichte ihnen die Hand und lachte.

Auch der Müller blieb nicht lange stehen, sondern verschwand in einem Wäldchen, aus dem gleich darauf auf einem prächtigen Araberrosse Wolfsklaue hervorritt.