Da nahm Heinrich den Bahnhof wieder aus der Mütze, und ich trug den Turm wieder auf den Berg, richtete ihn dort auf und überzeugte mich, daß die Aussicht über ihn hinweg wieder ganz herrlich schön sei.
Dann gingen wir drei nach Hause. Wir sprachen nicht. Es war gegen Abend, und der erste Stern tauchte auf am Himmel. Da holte Heinrich tief Atem und fragte mit stockender Stimme:
»Was für eine Stadt hat Ludwig?«
Die Mutter zog ihn an sich und sagte:
»Der liebe Gott kann ihm eine Stadt aufbauen aus lauter Gold.«
»Und hat er auch einen Berg und einen Turm darauf?« fragte ich beklommen.
»Er steht auf einem Berg, der höher ist als alle Berge, und er kann von da über die ganze Welt sehen.«
»Bis Berlin zum Kaiser?« fragte Heinrich verwundert.
»Bis Berlin zum Kaiser,« sagte die Mutter, »und – bis zu uns dreien.«