Ächzend setzte sich der Müller schließlich unter den Apfelbaum. Ein wenig verpusten, erst ein wenig verpusten.
So war nun der große Augenblick gekommen, auf den seine Eltern gehofft, nach dem er selbst von frühester Jugend an ausgeschaut hatte. Erfüllt war seine Sehnsucht, der ganze goldene Segen des Reichtums war nahe und gewiß.
»Trudel, du wirst dir einen Fürsten heiraten oder gar einen Offizier,« sagte er traumhaft glücklich vor sich lächelnd. Das Mädchen schüttelte den Kopf.
»Der Reinhard ist kein Fürst und kein Offizier,« sagte es in seiner großen Treue.
»Wird alles anders, alles anders! Nur ein wenig verpusten!«
Da kam aus der Erde ein starkes Klopfen. Der Müller sprang auf; er glaubte, es komme ein Erdbeben. Zweimal holte er noch tief Atem, dann sagte er:
»Rasch machen, rasch, damit die glückliche Zeit nicht vergeht! Auch ist es hier sehr unheimlich. Hörtest du das Poltern in der Erde?«
Und er stieß den Spaten ins Gartenland und geriet augenblicklich auf einen Widerstand, der sich als ein starkes Brett herausstellte.
»Die Kiste, Trudel, die Kiste!«
Es war wirklich der Deckel einer Kiste, den der Müller in rascher, aufgeregter Arbeit bloßlegte. Dieser Deckel hatte über ein Meter im Geviert. Es war eine Riesenkiste, und der Müller sagte in schwerster Beklemmung: