»Was möchtet Ihr nun wissen?« fragte der Wahrsager.

Der Müller seufzte und erzählte seine ganze Geschichte, vor allem, wie er nun seit Jahren Land aus, Land ein den Reinhard suche, der ihm allein sein Glück und seine Ruhe wiedergeben könne.

Während dieser Erzählung rückte der Wahrsager unruhig hin und her, kratzte sich auf dem Kopf und wurde abwechselnd blaß und rot. Als der Müller geendet hatte, wandte sich der Barbier ab und sagte:

»Ja – hem – das tut mir leid – ja hem – das hätte ich nicht gedacht – nicht – nicht gewollt und ich – ich – nun wartet, da muß Euch ein stärkerer Geist helfen, als ich bin.«

Ein Viertelstündchen verging, dann trat Kiutschitsufilutschi ins Zimmer. Der Müller stieß einen Schrei aus; aber der Zauberer beruhigte ihn und sprach: »Ich komme als dein Freund! Deine Schuld ist gesühnt; ziehe nach Hause, du wirst wieder glücklich werden.«

Darauf legte er eine Schlange auf den Tisch; sie verwandelte sich in eine Wurst. Er ließ eine Maus aus dem Ärmel krabbeln; sie verwandelte sich in ein Stück Speck.

»Das nehmt,« sagte der Zauberer; »ich glaube, ich blieb es Euch schuldig. Und dann nehmt noch diese drei Taler, setzt Euch auf die Eisenbahn und fahrt heim!«


Und der Müller fuhr wirklich nach Hause. Als er seiner Mühle ansichtig wurde, überfiel ihn heftiges Zittern aus Angst und Sorge, wie er da alles antreffen werde.