Plötzlich sah er das Jakoble. Es ging eben mit einer Sense aufs Feld.
»Jakoble! Jakoble!« schrie der Müller; »sag, bist du's? Sag, wo ist der Reinhard?«
Das Jakoble erschrak, erkannte den Müller und wollte Reißaus nehmen. Erst auf die klagenden Zurufe des alten Mannes kam er näher.
»Jakoble, sag mir, wo ist Reinhard? Sag mir, was ist aus meiner Trudel und meiner Mühle geworden?«
Da duckte sich Jakoble und sagte:
»Meister, gebt Ihr mir keine Ohrfeige?«
»Nie mehr!« sagte der Müller. »Nie mehr, liebes Jakoble.«
»So will ich Euch sagen: die beiden sind längst verheiratet, und es geht ihnen gut.«
»Sie sind – sind verheiratet?«
»Ja! Ihr, Meister, seid den Weg nordwärts gegangen und habt uns nicht gefunden; aber die Trudel ist südwärts gegangen, und da saßen wir beide, als wir aus dem Gefängnis heraus waren, ganz nahe bei der Mühle. Und da haben sie sich halt geheiratet. Und zwei Kinder haben sie, und Geld haben sie auch.«