»So, so,« nickte der Müller. »Es ist gut. Nun wollen wir heimgehen.«

Sie gingen. Unterwegs blitzte dem Müller durch den Kopf, da alles gut gehe, müsse er sehen, daß er nun das Heft wieder in die Hand bekomme. Man könne ja nicht wissen, ob das Glöcklein auf dem Baume am Ende doch nicht noch einmal läute.

Drei Tage später bekam Jakoble wieder die erste Ohrfeige.


Der angebundene Kirchturm.

Der Kirchturm von Waldauendorf war schlechter Laune. Er hatte auch Ursache dazu. Was meint man, was einem alten, ehrwürdigen Kirchturm alles passieren kann? Angebunden hatten sie ihn wie einen Hund! Da waren solche schnippische Kerle aus der Stadt gekommen, hatten eine endlos lange eiserne Schnur hinter sich hergeschleppt, sie an Bäumen und Masten befestigt und schließlich auch den Kirchturm daran gebunden.

Also so etwas soll sich ein alter, ehrwürdiger Herr heutigen Tags gefallen lassen! Der Turm guckte mit seinen großen Augen, die als Wimper eine schöne Jalousie hatten, zornig auf die städtischen Knirpse, die einen mächtigen Haken in seine Seite schlugen und ein Porzellanhütchen daraufsetzten. Nun tut ja einem Kirchturm ein eingeschlagener Haken nicht mehr weh, als wenn andere Leute sich mit einer Stecknadel pieken. Auch das Porzellanhütchen hätte man sich gefallen lassen können wie einen schmucken Westenknopf.