Da spuckte er einen Pflaumenkern in den Strom und sagte:
»Habakuk, du bist ein Schafskopf!«
In diesem Augenblick kam der Weber mit einem Knüppel aus dem Hause gelaufen; ihm folgte seine Gattin mit einem Besen. Ich riet zu schleuniger Flucht, aber Gedeon hielt mich mit eiserner Hand fest. Inzwischen rannten die empörten Pflaumenbesitzer über eine Brücke, kamen die Straße herauf, langten an der Linde an.
»Wart', ihr Kanaillen, – kommt nur herunter – kommt nur herunter! Hier bleiben wir stehen, und wenn's bis übermorgen dauert.«
Wir waren belagert. Kein Entrinnen möglich. Wir waren auf Gnade und Ungnade der bewaffneten Macht da unten verfallen.
»Heinisch,« rief Gedeon mit ernsthafter Miene hinunter, »Heinisch, ich sage Ihnen, es ist ein Kunststück, auf einer Linde Pflaumen zu pflücken!«
Heinisch geriet ob dieser neuen Frechheit in neue Wut und schwor, uns beide mausetot zu schlagen, wenn wir nur herunterkämen.
»Ich werde gleich kommen!« sagte Gedeon, kletterte bis auf den untersten Ast und fixierte von da die Webersleute:
»Also: wenn ich bis drei gezählt habe, springe ich runter und spring einem von Euch gerade auf den Schädel! Eins, zwei, dr–ei!«