»Trink'n wir halt 'n Kirsch! Das wirste mir doch nich abschlagen, Hermann!«
Der Wirt ging nach dem Schanksims, und der Rubin tauchte unter.
»Na also!« sagte Schräger, indem er langsam mit den gefüllten Gläsern zurückkam. »Nur nich 'n Kopp verlieren! Wird ja noch alles werden. So, da! Na, trink mal, Hermann! Auf Dein Wohl!«
Da tönten Schritte draußen im Hausflur.
»Der Briefträger,« keuchte Raschdorf und stieß das gefüllte Glas um. Er stand auf und stützte sich schwer auf den Tisch. Ein Landbriefträger trat über die Schwelle, erhitzt und bestaubt.
»Guten Tag!« sagte er; »'n Korn und a Glas Einfach –«
»Is was an mich?« fragte Raschdorf schwer beklommen. Auch der Wirt blickte aufs höchste gespannt nach der schwarzen Ledertasche. »Jawohl, Herr Raschdorf, da ist ein Brief!«
»Vom Rechtsanwalt,« sagte Raschdorf leise und langte über den Tisch.
»Komm mit ins Stübel, Hermann!« riet der Wirt.