Die beiden Männer gingen ins Wohnzimmer des Wirtes. Mit zitternden Fingern löste Hermann Raschdorf den Umschlag des Briefes.
»Setz' Dich, Hermann, setz' Dich!« Der Wirt zwang ihn aufs Sofa.
Und Raschdorf las. Da wurde das Gesicht blaß, die Mundwinkel verzogen sich, der Unterkiefer zitterte, und auf der Stirn brannte ein roter Fleck wie eine Wunde.
»Verflucht! Oh – oh – verflucht!«
Das Papier entsank dem starken Mann, und er selbst fiel mit dem Gesicht auf das Sofa und krallte seine Finger in die Polster.
»Was is denn, Hermann, um Gottes willen, was is denn?«
Keine Antwort. Der hünenhafte Körper nur zuckte krampfhaft auf und nieder, die Hände fuhren wie irre hin und her, und der Kopf bohrte sich in den Sofasitz.
Der Wirt bückte sich, hob den Brief auf und las.
Eine lange Pause entstand.
»Fünfzehn Prozent, nur fünfzehn Prozent!«