So ging er gleich vor dem Frühstück nach dem Buchenhofe. Unter der Tür traf er die Magdalene Raschdorf.

Das schöne Kind sah ihn herb an.

»Lene, ist Deine Mutter schon aufgestanden?«

Das Mädchen schüttelte finster den Kopf.

»Ich möchte mit Deiner Mutter gern sprechen.«

»Sie ist krank!« sagte Lene und wandte ihm den Rücken.

»Ganz wie der Vater,« dachte Schräger, »so stolz und abweisend.« Aber er zwang sich, freundlich zu sein.

»Lene, ist es schlimmer geworden mit der Mutter?«

Das Kind nickte und schlug die Hände vors Gesicht; dann lief es ins Haus.

Eine Magd erschien und klärte Schräger auf. Die Frau hatte in der Nacht Blutsturz bekommen. Ein Gespann hatte den Doktor geholt und eine barmherzige Schwester aus der Stadt mitgebracht, und der Pfarrer und der alte Kantor waren auch in der Nacht gekommen.