»Nein, Lotte, Du darfst nichts erzählen – niemand! Hörst Du – niemand: Das paßt sich nicht!«
»Das paßt sich nicht?«
Das Mädchen wurde nachdenklich. Zum ersten Male kam ihr ein dumpfes Bewußtsein, daß es sich hier um etwas handele, was niemand wissen dürfe. Und das tat ihr leid.
»Aber – aber so einen niedlichen Ring könntest Du mir auch schenken.«
Dem Knaben wurde schwül, und er sah sich ängstlich um, ob auch niemand in der Nähe sei.
»Ich möchte schon, aber ich hab' keinen, und wenn's geht, schenk' ich Dir einen.«
»Ach, da würd' ich mich aber freuen, Du! Schrecklich tät ich mich freuen!«
Heinrich begann ein alltägliches Gespräch, und das setzten sie fort, bis sie sich eine Strecke vom Buchenhofe entfernt verabschiedeten.
Unterm Hoftor blieb Heinrich stehen. Er kannte das väterliche Gehöft kaum wieder. Vieles war verändert. Eine Menge Baumaterialien war im Hofe aufgeschichtet und eine Schar Arbeitsleute war geschäftig tätig.