»Du bist so gut zu mir, Liese. Ich danke Dir!«
Da sah sie ihn an mit strahlenden Augen, und ihre blassen Wangen färbten sich ein wenig rot.
»Ich tue es gern,« sagte sie schlicht.
In diesem Augenblick sah Mathias zum Gartenfenster herein. Einen Augenblick betrachtete er die beiden, dann trat er lautlos zurück.
Im Garten lehnte er sich an einen Baum. Die ersten Knospen waren aufgesprungen und schauten ihn an wie eben aufgegangene Sterne. –
Die folgenden Tage war Heinrich an die Stube gefesselt. Der Fuß war ihm stark geschwollen.
Da bat er die Liese, sie möchte ihm einige von seinen Büchern bringen.
Wie die Bücher vor ihm lagen, strahlten die Augen des jungen Buchenbauern. Es war, als ob er alte Freunde wiedersehe.
Dann brachte der Postbote einen Brief. Er war von einem guten Freunde Heinrichs aus Breslau, einem Schulkameraden, der in der Klasse neben ihm gesessen und auch in derselben Pension mit ihm gewohnt hatte.