»Das Kleingeld langt allerdings nich,« sagte er und strich den aufgezählten Betrag wieder ein. »Können Sie auf einen Hundertmarkschein herausgeben?«

»O ja,« sagte der Schulze, »das können wir schon. Wo ist der Hundertmarkschein?«

Das hatte Hannes nicht erwartet. Er wurde fürchterlich verlegen. Als aber nun die Bauern und die Steuerbeamten in eine unbändige Heiterkeit ausbrachen, raffte er sich auf und schrie:

»Hundertmarkschein? Wir haben massig Hundertmarkscheine! Aber ich muß meinen unterwegs verloren haben. Wer ihn find't, kann ihn behalten. Versteht Ihr? Kann ihn behalten! Und ich geh einen neuen holen.«

Er gab sich Mühe, mit möglichster Würde wieder hinauszuschreiten, was die Bauern nicht hinderte, in ein dröhnendes Gelächter auszubrechen.

Wütend schritt Hannes über die Straße, nicht, ohne sich ein paarmal umzusehen, als ob er etwas suche. Hinter dem Tor traf er seinen Vater, der einen dicken Knüppel in der Hand hatte.

»Haben sie Dir etwas getan?« fragte der Schaffer.

»Laß mich!« knurrte Hannes und stampfte nach der Stube. Dort wurde er mit erwartungsvollen Gesichtern empfangen.

»Plamiert sind wir!« schrie der heimgekehrte Gesandte und sank auf einen Stuhl. »Bis auf die Knochen plamiert! Ich hab' 'ne Mark zu wenig gehabt; die Lene hat mir 'n Taler für 'n Fünfmarkstück gegeben.«