Der Schaffer hieb mit seinem Knüppel auf den Tisch, daß die Stube dröhnte. Heinrich knurrte verdrießlich etwas von Albernheiten, und nur die Lene lachte.

Da fuhr Hannes zornig auf:

»Lene,« keuchte er, »hast Du das etwa gar absichtlich gemacht?«

Das Mädchen schaute ihn blitzend an.

»Meinste etwa, ich kann nich zählen? Meinste, ich kenne das Geld nich?«

»Lene, das is frech; das is – ich – ich – o, da habt Ihr den Quark; ich – ich – das is 'ne Gemeenheet – das laß ich mir nich gefallen – zum Vierteljahr zieh ich fort – werden schon sehen –«

»Werden schon sehen!« stimmte der Schaffer bei und stampfte hinter Hannes aus der Stube.

Auf dem Boden lag das Paradeportemonnaie des alten Raschdorf.

Die beiden Geschwister waren allein. Auch Heinrich war aufgebracht.

»Warum machst Du das, Lene? Warum blamierst Du ihn und uns?«