Deshalb wollte sich Mathias vergleichen. Aber als er einen Weg hinüber suchte, mit der weißen Fahne in der Hand, wurde er heimtückisch angefallen, er und Heinrich, und auch nach der lieben Toten warfen sie ihre schmutzigen Geschosse.
Da wußte Mathias nichts mehr von Frieden, da kam der Groll, der Trotz, und er baute den Buchenhof neu, stark, unantastbar, wie er meinte.
So war es gut gegangen all die Jahre. Gut?
Hatten sie nicht alle quälenden Hunger gelitten nach Liebe, nach Freundlichkeit, nach menschlicher Gemeinschaft?
Eine Festung ist keine Heimat. Heimat braucht offene Tore, breite, freie Straßen, an denen keine Fangeisen liegen und an denen keine Warnungstafeln stehen, sondern freundliche Wegweiser.
Jetzt also ging der junge Herr ins feindliche Lager. Er ging nicht, Verrat zu üben, er ging nur, Vertrauen zu zeigen und nach und nach Vertrauen zu gewinnen.
War er nicht zu loben?
Aber eine quälende Unruhe war in Mathias, der junge Herr vom Buchenhofe werde da drüben verunglücken.
Der Unfriede war auf den Buchenhof gekommen aus winzigem Anlaß. Auch der Schaffer war finster und sprach kein Wort. Er zürnte schwer mit Lene, und es war anzunehmen, daß er den schlimmen Streich, den sie seinem Sohne gespielt, nie mehr im Leben vergessen würde.