Aber plötzlich kam Leben in die beiden Leute. Sie sprachen erregt miteinander, zeigten nach ihm, und auf einmal wandte sich die Liese um und lief ins Haus.

Mathias Berger aber ging langsam nach dem nächsten Baume und lehnte sich an.

Heinrich hatte das alles wohl gesehen, aber es war ihm so, als ob es ihn nichts anginge. Er nickte nur grüßend und fuhr vorbei, hinüber zum Kretscham.

Zwei Mägde und die alte Wirtschafterin sahen durchs Küchenfenster und kamen schreiend herausgelaufen. Heinrich unterrichtete sie kurz und übergab ihnen Lotte. Dann fragte er nach Schräger.

Der saß in der Gaststube und schlief. Er hatte sich am Vormittag schon wieder betrunken.

Heinrich rüttelte den Schlafenden. Der öffnete die Augen, sah den jungen Raschdorf und grunzte auf.

»Erschrecken Sie nicht, Herr Schräger, es ist ein Unglück passiert. Fräulein Lotte ist ein Stück mit mir gefahren, und als sie absteigen wollte, hat der Gustav das Pferd scheu gemacht. Da ist sie gefallen, und der Fuß ist ihr überfahren worden.«

Schräger starrte ihn verständnislos an.

»Herr Schräger, es muß augenblicklich jemand nach dem Arzt fahren!«