Sie sah ihn scharf an, und er konnte nicht hindern, daß er errötete. Er mußte an den Vater denken, wie sie so stolz und kalt vor ihm stand.

»Willst Du sie heiraten?« fragte sie unvermittelt. Ihre Stimme klang heiser.

»Heiraten? Wen?«

»Wen?«

Sie lachte scharf und kurz, trat ans Fenster und schloß es. Da überkam ihn der Trotz wieder.

»Lene, ich will Dir was sagen: so lasse ich mich nicht behandeln. Verstehst Du? Was ich tue oder lasse, ist schließlich meine Sache.«

»Nein!« Das sagte sie laut und heftig. »Es ist nicht Deine Sache, es geht uns alle an! Wir haben alle für Dich gearbeitet. Was Du hast, hast Du von uns!«

»Von Euch! Das weiß ich. Du kommst also, um mir zu sagen, was ich Euch alles schuldig bin, kommst, um mir das vorzurechnen?«

Ihr war jede Sentimentalität fremd.