»Ja, deswegen komm ich! Du bist uns genug schuldig, das Meiste! Beinah alles! Und ich red' nicht von mir, aber vom Mathias red' ich.«

»Vom Mathias? Was schadet es denn, wenn ich – wenn ich –«

»Wenn Du zum Schräger laufst? Hinter der Lotte her bist? Es ist wahr! Es wird sich hübsch machen, wenn Du mit der Lotte zur Trauung gehn wirst.«

»Sei still, Lene! Das geht Dich nichts an, solches Gerede leid' ich nicht!«

Sie ließ sich nicht stören.

»Ja, und der besoffene Schräger wird als Schwiegervater hinterher geh'n.«

»Lene, ich werf' Dich raus!«

»Erst red' ich! Es wird hübsch sein, wenn Ihr bei Vaters Grab vorbeigehn werdet, den die Bande auf 'm Gewissen hat, und – und der Mathias wird auch zusehn müssen, den sie ins Gefängnis gebracht haben. Sehr hübsch wird's sein! Du bist ein Staatskerl, Heinrich!«

»Hör' auf, Lene! Du machst mich verrückt!«

Er setzte sich auf einen Stuhl. Sie sagte nichts, lehnte sich an die Wand und sah ihn streng, ja haßerfüllt an. Ihn aber hatte sie mit dem einzigen Hinweis auf den Vater geschlagen. Da begann er endlich: »Es ist nichts erwiesen!«