»Haste sie wirklich gesehen, Pluto? Möcht' ich wissen, wo sie stecken.«
Der Hund bellte wie toll und zerrte und riß an seinem Geschirr. Der Lumpenmann bückte sich und machte ihn frei.
»Na, da such', Pluto, da such'!«
Ein Satz, und der mächtige Hund war unter der Plane verschwunden. Ein Zeter- und Mordgeschrei erhob sich in dem kleinen Wagen, dazwischen tönte ein ganz rasendes Hundegebell. Der Lumpenmann stand da und lachte, und die Tränen liefen ihm über das runzelige, bestaubte Gesicht.
Ein paar Gamaschen wurden auf der Deichsel sichtbar, in denen steckten zwei Quartanerfüße, und nach und nach kam der ganze junge Akademiker zum Vorschein. Unterdessen war ein wüstes Gebrülle und Gebelle im Wagen.
»Du bist verrückt, Pluto! Mein Gesicht, au, mein Gesicht!«
Der kleine Wagen wankte und bebte von dem gewaltigen Kampfe, der sich in ihm abspielte, und dann wurde in seiner dunklen Öffnung ein animalischer Knäuel sichtbar, und rechts von der Deichsel fiel ein Hund auf die Straße, und links von der Deichsel ein Junge.
Hannes erhob sich mit zerkratztem Gesicht.
»Wir kommen vom Begräbnis,« sagte er kläglich und betrachtete zerknirscht den demolierten Paradehut seines Vaters. »Da macht man sich 'n kleinen Spaß und kriecht mal in den Lumpenwagen, und gleich hetzt a mit Hunden. Was bloß mein Vater zu seinem Zylinder sagen wird! Pfui, Mathias, das werd' ich mir merken! Das is ruppig von Ihn'n.«
Der Lumpenmann lachte, daß er sich schüttelte.