»Ja, Heinrich! Reg' Dich nich so auf! Wir wollen ruhig reden. Sieh mal, ich muß fort!«
»Das ist die Strafe? Das?«
»Aber doch keine Strafe, Heinrich! Wir gehn in Friede und Freundschaft auseinander.«
Ein verzweiflungsvolles Lachen brach dem jungen Buchenbauer vom Munde.
»In Friede und Freundschaft! Und ich bleib' allein! Und hab' zuletzt niemand mehr auf der ganzen Welt! Und verlier' meinen einzigen Freund! In Friede und Freundschaft!«
Er sprang auf, trat ans Fenster und sah hinaus in die Nacht. Plötzlich wandte er sich um. Mit bitterer Stimme sagte er:
»Deshalb hast Du uns aufgezogen, den Hof aufgebaut, alles in Ordnung gebracht, daß Du jetzt fort willst, weil die eine Sache fehl ging? Und Du sagst doch selbst, ich kann nicht dafür!«
»Ja, Heinrich! Sieh mal, Mensch is Mensch! Ich könnte hier nich mehr sein. Ich würd' immer an die Liese denken müssen. Und dann, es is zu einsam. Es is mir so schon manchmal schwer geworden. Jetzt hielt ich's gar nich mehr aus. Glaub' mir's. Ich hab' darüber nachgedacht. Es geht nich! Rein verdüstern tät' ich. Ich will wieder fort zu Leuten.«
»Doch nicht wieder –«