»Als Lumpenmann? Jawohl, Heinrich! Gerade das! Das hat mir damals auch geholfen.«
»Das kannst Du nicht, Mathias? Was werden die Leute sagen?«
»Die Leute? Mögen sie sagen, was sie wollen. Das kümmert mich nischt. Ich bin's gewöhnt.«
Heinrich eilte auf den alten Mann zu und faßte ihn an beiden Schultern:
»Mathias! Wenn Du mir das antust, ich weiß nicht, was ich anfange. Mathias, kannst Du mir's nicht verzeihen im Herzen? Du sagst ja, Du bist nicht böse auf mich; aber Du bleibst nicht bei mir, Du willst fort, läßt mich allein, weißt, daß ich Dich brauch' wie das tägliche Brot, nicht bloß in der Wirtschaft, nein, tausendmal mehr als Mensch und als Freund, und Du willst fort! Besinn' Dich, Mathias, besinn' Dich anders, und wenn ich ein grundschlechter Kerl wär' – bleib' bei mir!«
Der Alte wandte den Kopf zur Seite.
»Bleib' da, Mathias! Ich bitt' Dich kniefällig!«
»Ich – ich kann nich, Heinrich! Ich brächt's nich fertig. 's geht über meine Kräfte. Und für Dich wär's auch nich gutt, wenn Du mich immer so sähest, und dann, wenn Du die Lotte heirat'st, ging' ich doch.«
»Wer sagt denn, daß ich die Lotte heiraten will? Daß ich ihr gut bin, das kann ich nicht ändern. Aber ich will sie doch nicht heiraten! Das denkt doch bloß die Lene!«