Sie lag erschreckt, aber glückselig an seiner Brust.

»Heinrich! Lieber Heinrich!«

»Du mußt mein sein, Lotte, und wenn die Welt in Stücke geht, und wenn sie mich ausstoßen wie einen Lump, und wenn's ein Verbrechen ist – Du mußt mein werden!«

Sie sah zu dem zitternden Manne auf.

»Hast Du mich lieb, Lotte? Ein bißchen lieb?«

»Ja, ich hab' Dich lieb, Heinrich!«

»Lotte!«

Ein jauchzender Jubelruf, ein Erlösungsschrei durchtönte die fahle Herbstluft. Der Heimatlose hielt das Glück in seinen zitternden Armen und schaute es an und hätte laut lachen mögen vor übergroßer Freude.

»Lotte, jetzt bin ich reich! Jetzt hab' ich alles gewonnen! Jetzt ist mir wohl! Jetzt werd' ich wieder leben können! Jetzt ist alles andere ganz gleichgültig.«

Sie sah ihn an, und ihre Augen glänzten feucht.