Eine lange, selige Pause kam, jene große Stille, in der alles tot ist, außer der Freude.

Doch allmählich breitete sich ein Schatten über ihr Gesicht.

»Heinrich! Sind sie wirklich alle fortgegangen von Dir um meinetwillen?«

»Ja, Lotte! Aber laß sie, sprich nicht von ihnen, denk' nicht an sie! Wenn ich Dich hab', mögen sie fort sein; alle – alle –!«

Er lachte wieder, ließ sie los und schüttelte sich, als ob er etwas Unsichtbares von sich abzuwälzen hätte.

»Komm, wir wollen ein Stück gehen, wir wollen alles miteinander besprechen.«

Sie gingen Hand in Hand, und die Nebel hüllten sie schützend ein. Er erzählte ihr von seiner Liebe zu ihr, wie sie eigentlich immer in ihm gelebt hätte seit den Tagen der Kindheit, wie er sie nur all die Zeit zurückgedrängt habe in langen, schmerzhaften Kämpfen, und wie diese Kämpfe furchtbar geworden seien nach jenen Tagen im Mai. Dann erzählte er ihr auch von der Liese, vom Mathias, von der Lene und von dem Ende.

Sie blieb stehen. Leise und bang fragte sie:

»So hab' ich Dir wirklich die Heimat zerstört, Heinrich? Ich?«