Angstvoll fragte es der Kranke.

»Ich muß gehen, ich blieb sonst noch ein wenig bei Ihnen –«

»Ich muß Ihnen – ich muß Ihnen ja was sagen –«

Ein furchtbarer Schmerzensanfall kam, und Lotte mußte dem Vater zu Hilfe eilen. Mit bleichem Gesicht beobachtete Heinrich die Szene.

»Lotte – Lotte – sag' – sag' Du's ihm – Du's ihm – ich – ich – ooooh –«

»Was ist denn – um Gottes willen, was ist denn?«

Lotte wandte sich zu Heinrich. Mit tonloser, schneller Stimme sagte sie:

»Mein Vater hat Ihnen ein Bekenntnis zu machen. Er hat von vornherein gewußt, daß mein Bruder die Scheuer angezündet hat, hat es vor der Gerichtsverhandlung gewußt – er hat falsch geschworen – er wollte den Buchenhof – daher alles – jetzt wissen Sie's!«

Sie hielt sich an dem Tisch fest; der Kranke starrte auf Heinrich, der wie eine Bildsäule dastand.

»Ich hab' – a Raschdorf reinbringen woll'n – mit den Aktien – und auch später – und ich hab' falsch geschwor'n.«