»Nu, kommste mit a Zinsen, Hermann?« fragte Schräger freundlich.
»Haste es so eilig mit a Zinsen? Ich dächte, Du brauchst 's nich so nötig.«
»Nu je, sein Geld braucht jeder; jeder, Hermann! Ich och!«
Raschdorf setzte sich schwerfällig hinter einen Tisch.
»Schneid' mir's aus der Haut! Ich hab's nich! Hexen kann's keiner!«
Der Wirt wandte ihm verdrießlich den Rücken und sah mürrisch zum Fenster hinaus. Draußen rumpelte eine Rübenfuhre langsam vorbei. Dann wurde es still. Keiner der Männer sprach.
Da öffnete sich die Tür, und ein etwa siebzehnjähriger Junge trat herein, ein starker Bursche von auffallend idiotischem Gesichtsausdruck. Das war der einzige Sohn Schrägers.
»Hu, hu,« sagte er und rieb sich die Hände. »Is aber kalt heute! Mag ich nich auf dem Felde sein – mag ich nich – mag ich gar nich a bissel. – Schön tumm! – Schön tumm! – Schön tumm!«
»Du sollst machen, daß Du wieder rauskommst, Du Faulpelz!« sagte Schräger.
Aber der Sohn lachte ihn aus.