»Eigentlich ist es kindisch! Aber Dir zu Gefallen können wir's ja noch einmal machen. Doch es ist das letzte Mal, Hannes, das sag' ich Dir. Und Vater und Mutter dürfen nichts wissen.«

»Die wissen so wie so nischt,« sagte Hannes. »Der »Herr« sitzt drüben beim Schräger, und die »Frau« hat 'n Kopfkrampf und liegt im Bette. Besser kann sich's nich treffen.«

»Na, denn meinetwegen, Hannes!«

Hannes war von diesem Zugeständnis freudig berührt. Er hob einen dürren Stecken aus dem Garten auf, rannte ans Fenster des stattlichen Bauernhauses und klopfte dreimal feierlich an.

Der Kopf eines dunkeläugigen, bildhübschen Mädchens von etwa zwölf Jahren wurde sichtbar.

»Was is 'n los?«

Hannes senkte geheimnisvoll das Haupt und sagte mit der düsteren Stimme eines »Grabebitters«:

»Der Herr Raschdorf läßt schön grüßen, und a läßt bitten, daß die Jungfer Magdalene so freundlich sein täte und 'm toten Hühndel 's letzte Ehrengeleite geben. Der Pfarr' und die Schule gehn mit!«

»Macht Ihr wirklich Begräbnis?« fragte sie, nicht ohne Begeisterung.