Draußen an der Tür erhob sich ein Singen:
„Abend wird es wieder;
Über Wald und Feld
Säuselt Frieden nieder,
Und es ruht die Welt.“
Das alte Abendlied wurde von vierstimmigem Chor gesungen. Da öffnete der lange Ignaz das Tor. Er hatte in der Nische gelehnt, und ich hatte ihn vorher gar nicht gesehen. Vielleicht hatte er alles gehört, was wir gesprochen hatten. Jetzt blickte er mich mit finsterem Gesicht an. Aber ich beachtete ihn gar nicht. Ich sah auf die Sänger, die durchs Tor zogen. Sensen und Rechen trugen sie über die Schultern, alle mit Feldblumen geschmückt, voran schritt Emmerich, der Chormeister, mit einem mit Kornblumen geschmückten Taktstock:
„Nur der Bach ergießet
Sich am Felsen dort,
Und er braust und fließet
Immer, immerfort.