„Sie müssen es wegen Ihres Sohnes“, entgegnete ich ihr; „Sie dürfen keinen Schmerzensreich, keinen Parsival aus ihm machen; Sie müssen ihn vorbereiten für das Leben.“
„Mir graut vor dem Leben“, sagte Frau Herzeleide und zog davon! ...
Heute war ich in der Direktion. Der Direktor war nicht anwesend, und ich mußte ein wenig warten. Da kam sie zur Tür herein – Magdalena vom Forellenhof –, die Frau meines Bruders Joachim. Als sie mich sah, erschrak sie und strebte zur Tür wieder hinaus. Ich hielt sie zurück.
„Was wünschen Sie, Magdalena? Der Herr Direktor wird gleich hier sein. Warten Sie nur einige Minuten!“
Sie war äußerst verwirrt.
„Ich wollte – ich möchte – ich wollte nur anfragen, ob es vielleicht möglich sei, daß ich in die Genovevenklause ziehen könnte, da sie frei geworden ist.“
„Gefällt es Ihnen nicht mehr auf dem Forellenhof?“
Sie wich aus.
„Ich möchte sehr gern in tiefere Einsamkeit.“
„Ist Ihr Arzt damit einverstanden?“