„Das tat ich nur, um sie zu hindern, hinter uns herzuschreien und Skandal zu erregen. Um allen Skandal zu vermeiden, bringt Mutter das Kind schon jetzt nach auswärts.“
„Oh, wie bist du rücksichtsvoll! Du willst keinen [pg 326]Skandal. Du vergissest nur das eine: daß es ein großer Skandal ist, wenn man sich benimmt wie ein Bandit!“
„Hüte dich nur!“
„Ich fürchte mich nicht vor deiner Brutalität. Ich kann dich – wenn es mir beliebt – wegen der Schandtat eines Einbruchs in eines unserer verschlossenen Häuser jeden Augenblick einsperren lassen. Ich werde es höchstwahrscheinlich auch tun und mich um keinerlei Skandal kümmern.“
„Du nimmst in sehr merkwürdiger Weise Partei für jenes Weib.“
„Ja, sie steht trotz ihres Fehltritts gerechtfertigter, ich will ruhig sagen, viel anständiger vor meinen Augen als du!“
„Das bitte ich mir zu beweisen“, sagte er heiser vor Wut. Er setzte sich auf eine Tischkante; ich lehnte an einem Schrank ihm gegenüber.
„Ich erinnere dich daran, Joachim, daß das schöne Mädchen, das Katharina hieß, damals zwar deine blinde, wahnsinnige Leidenschaft erregt, aber daß sie dich niemals geliebt hat, daß sie so ehrlich war, es dir zu sagen.“
„Hör auf damit!“
„Nein, da liegt die Wurzel zu allem Unheil, das kam. Als du von dem Mädchen abgewiesen warst, tatest du das, was du immer tatest, wenn du einen Wunsch durchaus durchsetzen wolltest, du hingst dich an die Kleiderrockfalten der Mutter.“