„Sieh nur, Käthe, du bist krank; das Kind lärmt zu sehr. Du weißt doch, wie es lärmt.“

„Es ist so schön, wenn es lärmt!“

Und sie lächelte lieb und seltsam und schlief ein.


Es ging auf die Krisis zu. Wie das so ist in solchen Fällen: das Befinden schwankte; einmal ging es der Kranken etwas besser, ein anderes Mal wieder war es ganz zum Verzweifeln. Immer der eine Satz: „Wenn das Herz aushält, dann ...“

Ja, wenn!

Am siebenten Tage ließen wir Luise zu der Kranken. Wir hatten Luise wohl vorbereitet.

„Du darfst nicht schreien oder weinen oder lärmen. Du darfst nur ganz leise auf den Zehen ans Bett gehen, der Magdalena die Hand küssen und sagen: ‚Mamma, ich hab dich lieb!‘“

So hat es das Mädchen getan. Die Kranke lag mit verklärtem Gesicht, und in ihren Augen war ein Strahlen, als ob ihr der Himmel offenstände.

Als das Kind das Zimmer verlassen hatte, ging ein Frösteln über den Körper des Weibes: