„Es wird existieren; denn wir werden es zusammen begründen.“

Ich schlug die Hände zusammen.

*

Der seltsame Mann hat mich verlassen. Geschäftsmäßig, trocken, sogar ein wenig mürrisch hat er mir aus[pg 55]einandergesetzt, wie er sich die Verwirklichung der Idee meines Ferienheims denke. Als ich ihm abriet, das viele Geld, vor dessen Summe ich erschrak, zu wagen, da vielleicht unsere Zeit, auch das Volk hierzulande nicht geeignet sei für romantische Sonderbarkeiten, wurde er zornig und sagte:

„Wer eine Idee hat, soll an sie glauben, oder er soll gar nicht von ihr sprechen.“

Er nahm mich in den Bann der großen Kühnheit und Sicherheit seiner Seele, und ich willigte endlich ein. Zuletzt sagte Stefenson:

„Einen Kontrakt wollen wir nicht machen. Ich gebe das Geld, Sie geben die Idee und Ihre Kraft. Erzielt unser Unternehmen einen Gewinn, so werden wir ihn gerechterweise teilen; wenn nicht, dann sind Sie ein schlechter Arzt, und ich bin ein schlechter Geschäftsmann gewesen. Wir werden uns dann ohne gegenseitige Hochachtung, aber auch ohne feindselige Gesten voneinander trennen.“

Dann ging er. Ich saß an meinem Tisch, starrte die Platte an, lachte mal auf, trommelte mit den Händen, lief durchs Zimmer, legte mich aufs Sofa, rauchte Zigaretten und tat endlich was Vernünftiges – ich ging an die frische Luft.

So mag einem Feldherrn zumute sein, der zur Führung einer Kriegsarmee berufen wird, oder einem Dichter, dessen großes Stück über die Bühne gehen soll, oder einer jungen Mutter, die ihr erstes Kindlein geboren hat. Mit einemmal das verwirklicht zu sehen, was bisher nur [pg 56]ein schöner Traum war, mit einemmal vor die größte und liebste Aufgabe des Lebens gestellt sein – wo wäre ein berauschenderes Glück?

Mein trautes Waltersburg! Wie warm liegt der Sonnenschein über deinen schrägen Dächern und alten Giebeln, wie schön singen die Spatzen am Johannisbrunnen, wie freundlich und gesund schauen die Kinder aus!