Ich sah, daß ihm mein Erscheinen gar nicht recht war, aber ich setzte mich auf den Tisch und ließ die Beine herabbaumeln. Eine halbe Stunde verging; es wurde langweilig. Ein paarmal hatte Stefenson an die Tür der anderen Stube geklopft, aber keine Antwort erhalten. Endlich hörten wir drin ein Gekrabbele.
„Sind Sie noch da?“ krächzte die Sibylle.
„Jawohl!“ antwortete Stefenson.
Ein Scharren kam von nebenan, dann sagte die Alte:
„Ich werde Ihnen für Ihre fünfundzwanzig Pfennig jetzt noch zeigen, wie Ihre künftige Frau aussieht, und dann scheren Sie sich endlich fort.“
„Ich will nichts wissen von einer künftigen Frau, ich bleibe ledig!“ widersprach Stefenson. „Kommen Sie lieber heraus und geben Sie mir noch auf einige Fragen Auskunft.“
„Nein!“ brummte der Rabe. „Sie werden nur noch Ihre künftige Frau sehen!“
Die Tür sprang auf, und in ihrer Öffnung stand Eva Bunkert in ihrer ganzen strahlenden Schönheit. Stefenson faßte sich an den Kopf.
„Eva!“
„Ja, ich bin’s!“ sagte das Mädchen, blieb stehen und lachte.