Draußen war es stockdunkel; die Straßenbeleuchtung war ausgeschaltet; aber Fackeln und Laternen leuchteten phantastisch, und der Schnee schimmerte. Wohl fünfzig Schlitten hielten da. Dem Zuge voran leuchtete eine riesige, ballonartige Laterne, die an hohen Stangen getragen wurde. Auf der einen Seite zeigte die Ballonhülle das liebliche Bild der „Hanne vom Forellenhof“, auf der anderen eine scheußlich anzusehende, aber genial gezeichnete Karikatur Stefensons. Ein Meisterstück Methusalems.

Vom Berg herab kam uns viel Volk entgegen; die Leute trugen Laternen mit transparenten Bildern: Methusalem hatte sich selbst verewigt, als tausendjährigen Greis voller Güte und Abgeklärtheit, Emmerich war von einem Mückenschwarm fliegender Noten, Violinschlüssel, Kreuzen, Auflösungszeichen und Fermaten umgeben, die dicke Susanne strahlte in zinnoberrotem Licht und schimpfte fürchterlich, als sie ihr Konterfei sah, Barthel als gefesselter Verbrecher war zu sehen, Levisohn mit einer riesigen Reklametrompete, Piesecke als Gott [pg 378]Mars in furchtbarer Rüstung, schließlich auch mein etwas ins Sentimentale karikierter Kopf, den ein Kranz von heulenden, bellenden, hochnäsigen, sich Flöhe schabenden Dackeln lieblich umrahmte. Lauter Meisterwerke des liebenswürdigen Greises und Vergnügungsleiters Methusalem.

Als wir der Weihnachtsburg näher kamen, erstrahlte sie in farbigen Lichtern, Böllerschüsse hallten über Berg und Tal, und ein Chor blies vom grauen Turme herab:

„O du fröhliche, o du selige,

Gnadenbringende Weihnachtszeit.“

Gleich hinterher aber:

„Wenn Weihnachten ist,

Wenn Weihnachten ist,

Dann kommt zu uns der heil’ge Christ;

Bringt jedem eine Muh,