Du sollst meine Kränze tragen;
Ich kann nimmer müde sein,
Ehe du nicht schlummerst ein;
Ja, mein Gott grüßt mich von fern,
Strahlt auf dich ein goldner Stern.“
So sprach der Dichter in den Ferien vom Ich zu dem Brautpaar.
Schöne Lieder wurden gesungen, die Musikmeister Emmerich eingeübt hatte. Ansprachen wurden gehalten von unserem Direktor, von je einem Vertreter der Kurgäste wie der Angestellten, schließlich sprach auch ich ein paar Freundesworte.
Stefenson war bewegt, als er für die Liebe, die er erfuhr, dankte, als er sagte, er habe in diesem deutschen Tale den Frieden gefunden, den er drüben im Lande der rücksichtslosen Dollarjagd niemals gekannt hatte. Hier habe er nach einem Leben voll Aufregung, Überarbeit und gelegentlichen wilden Genüssen nicht nur Ferien, sondern Feierabend gemacht. Er wisse jetzt, da er die Frau [pg 377]seines Herzens gefunden habe, daß ein höheres Glück ihm Gott nicht mehr geben könne, und so wolle er drüben in Amerika seine Beziehungen klug und vorsichtig zu lösen suchen und dann ganz nach Deutschland ziehen, das ja doch seine wahre Heimat sei.
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„Und nun“, kommandierte Methusalem, „großer Festkorso auf den Weihnachtsberg.“