„Bist du gesund?“
„Ja – oder auch nein – ach Gott, ich weiß es selbst nicht.“
Ich wollte Joachim erst Zeit lassen, sich zu waschen und ein wenig auszuruhen, aber er nötigte mich bald mit auf sein Zimmer. Auf seinem Reisekoffer saß er, den Mantel noch um die Schultern, und sprach mit gepreßter, etwas stoßender Stimme:
„Da bin ich nun doch hierhergekommen. Ich hätte es nie für möglich gehalten. Aber als wir anfingen Briefe zu wechseln, verlor ich meine Sicherheit – das Heimweh – das quälende Heimweh ...“
Ich trat ans Fenster und sah auf die Straße.
„Fritz!“
Ich wandte mich ihm wieder zu.
„Fritz, warum habt ihr eigentlich dieses Attentat – nun ja, ich muß schon Attentat sagen, es hat mich ja [pg 118]ganz wehrlos gemacht – warum habt ihr eigentlich diese Geschichte mit dem Tagebuch gemacht?“
„Was für eine Geschichte mit dem Tagebuch?“
„Nun, daß du mir durch diesen Mister Stefenson, der ja wohl mit dir geschäftlich verbunden ist, dein Tagebuch über Waltersburg hast schicken lassen.“