„Ganz von selbst gekommen“, sagte sie selig; „der treue Sohn!“

In trockenem Tone entgegnete ich:

„Mutter, es wird lange dauern, ehe ich mit Joachim eintreffe, den ich in Neustadt abhole. Erst in der Dämmerung kommen wir. Inzwischen rege dich nicht allzusehr auf und vergiß nicht, deinen Baldriantee zu trinken.“

Das nahm sie ungnädig auf.

„Baldriantee – wie kannst du jetzt von so etwas reden. Ich werde natürlich mit nach Neustadt fahren.“

„Nein, Mutter; Joachim wird nur unter der Bedingung hier leben, daß er von den Leuten nicht erkannt wird. Deshalb wird er als Arzt in meine Kuranstalt eintreten.“

„Und nicht bei mir wohnen?“

„Nein, er wird im Ferienheim wohnen.“

„O – o du nimmst ihn mir?“

„Ich nehme ihn dir nicht –“, entgegnete ich unwillig; „mache mit Joachim selbst ab, wie ihr es halten wollt; ich werde mich da nicht einmischen.“