„Ich habe dir etwas mitzuteilen, Mutter; erschrick nicht!“ sagte ich, und die nervöse Frau erschrak natürlich aufs schwerste.
„Es handelt sich um Joachim!“
„Um Gottes willen – ist ihm etwas passiert – ist er in Not – willst du zu ihm fahren?“
Ich mußte lächeln. Zu ihm fahren! – Daß ich damit mein Lebenswerk aufgegeben hätte, daran dachte die Mutter nicht.
„Es ist nichts Schlimmes, Mutter; es ist etwas Gutes, was ich dir von Joachim zu sagen habe.“
„Sage es mir, Fritz, will er – will er nach Hause kommen?“
„Ja, er kommt schon heute.“
Da stieß sie einen Schrei aus, dann weinte sie laut, schlug in die Händchen, rannte durchs Zimmer und sprach laute Dankesworte zu Gott, der ihr das größte Glück beschieden habe, das es für sie gebe. Als sie etwas ruhiger wurde, fragte sie:
„Und er ist ganz von selbst gekommen, oder hast du ihm noch einmal geschrieben, daß er kommen soll?“
Ich schüttelte den Kopf.