„Nu“, sagte er, „das kann ich schon. Aber ich sag’s Ihn’ gleich ehrlich: zu holen is bei mir nischt. Würfeln tu ich nich, und billig zu verkoofen hab ich ooch nischt! Keene Kuh, kee Schwein, kee Getreide und ooch keene alten Schränke und zinnernen Teller.“
„Warum vermuten Sie denn, daß wir Ihnen was abschachern wollen?“
„Ja, da müßt man doch euch Stadtjuden nich kenn’. Umsunst gebt ihr doch eenem fremden Bauer keen Schnaps zum besten.“
„Da haben Sie ganz recht“, sagte Stefenson; „wir wollen etwas von Ihnen. Wir wollen alles von Ihnen: Ihre Wirtschaft, Ihre Kühe, Schweine und Hühner und sogar Sie selber und Ihre Frau und Ihre Kinder.“
Der Bauer brach in helles Gelächter aus.
„Hatt’ ich mir’s doch gleich gedacht, daß Sie der Menschenfresser sind.“
„Also den nehmen wir bestimmt!“ sagte Stefenson zu mir, wie wenn eine Ware zum Verkauf stände.
„Mich nehmen Sie?“ vergnügte sich der Bauer. „Sie sein ja der ulkigste Kerle von der Welt.“
Stefenson zog die Stirne kraus. Drinnen setzte er sich dem Bäuerlein an dem rohen Tisch der Schankstube gegenüber, nahm ein Notizbuch heraus und sagte:
„Wie heißen Sie?“