»Erschrick nicht«, sagte er gedämpft.

»Ist etwas geschehen?«

Es klang so hilflos. Er rückte seinen Stuhl näher und nahm ihre Hand, die die Nestwärme eines jungen Vogels hatte.

»Nichts Besonderes«, erwiderte er. »Ich saß lange drunten, konnte wieder nicht schlafen ...«

»Ein Pulver«, sagte sie.

Malte schüttelte den Kopf. »Das hilft ja nicht, Frauke. Ich habe Sorgen, und keiner ist da, dem ich mich mitteilen kann. Da trieb es mich herauf, ich wollte dir nahe sein.«

Sie blickte ihn forschend an. Die Gefilde, aus denen sie kam, waren so weit von allem Zeitlichen.

»Ist dir nicht wohl?« fragte sie.

»Wohl? Nein, Frauke. Doch der Grund dafür, der ist es.«

Er war gekommen, sein Recht zu fordern, zu verlangen, daß sie ihn anhöre. Nun beherrschte ihn wieder die alte Verzagtheit, die nichts von der Gemeinsamkeit in Freud' und Leid wußte, der Zwang ihrer Nähe.