Ja, die Lage war fatal, das mußte zugegeben werden. Man mußte zunächst verhandeln, unbedingt. — Ob er Usadel kenne? — Nun ja, wie man eben solche Leute kennt; Verbindungen mit ihm bestanden nicht.

Aber wenn der Ring ablehnte! Würde das Haus Poppelmann bei der Verbindung mit andern Großbanken behilflich sein?

Die Brauen hatten sich strafend gehoben, und die Hand hatte abgewinkt. In dieser Zeit! Nein, nein!

Malte hatte behutsam darauf hingewiesen, daß Frauke beteiligt sei, daß ein Fehlschlag ...

O, das wäre Fraukes Angelegenheit, aber — eine bedeutungschwere Pause hatte sich eingeschoben — es war nicht gut, Frauke zu schädigen. Sie hatte besondere Ansichten.

Er verstand die Drohung, die hinter dem scherzhaften Wort kauerte.

So war die Unterredung mit dem alten Poppelmann gewesen, und die bedächtige Frage, wann Malte wieder abzureisen gedenke, hatte den Schlußstrich gezogen. Er hatte es noch bei den Brüdern versucht; es hatte ihn etwas gekostet. Denn diese Männer waren trotz ihrer alttestamentlichen Vornamen ganz jetztzeitige Menschen, mit Elbwasser getauft, von den erstarrten Überlieferungen der Familie gesteift, ohne Bewußtsein, verkrustet in gärender Neuzeit zu stehen, aber ausgerüstet mit der Witterung für erstklassige und zweitklassige Wesen. Zu welchen sie sich zählten, drückten sie nie in Worten aus.

Das Gespräch mit ihnen war noch fruchtloser verlaufen. Malte reiste ohne Hoffnung ab.

Unter ihm murmelten einförmig die Räder. Was summten sie nur? Dann fielen ihm die Worte zu der Weise ein, alte törichte Worte:

Verlassen, verlassen, verlassen bin i